Vorsicht bei Elektroversicherungen!

Wollen Sie nicht gleich auch eine Versicherung ihr den iPod nehmen? Ist vielleicht g'scheit, wenn ihn der Junior einmal fallen lässt oder so", dieser Spruch geht - gerade in der Vorweihnachtszeit - mindestens genauso oft über den Ladentisch wie das höchst populäre Produkt selbst. Auch für sonstiges technisches Gerät, ob Notebook oder Handy, werden heute E-Versicherungen angeboten. Das Tückische dabei: Fast nie findet eine ausreichende Aufklärung darüber statt, was sie kosten, welche Schäden damit überhaupt versichert sind und - nicht ganz unwichtig - welche nicht. Die meisten Konsumenten würden, hätten sie Geschäftsbedingungen und vor allem die zahlreichen Leistungsausschlüsse einmal in Ruhe durchgelesen, den Vertrag sicherlich nicht abschließen. Jeder Käufer von DVD-Player & Co hat nämlich ohnehin für zwei Jahre einen Anspruch auf Gewährleistung. Hat das Produkt von Anfang an einen Fehler, muss es also vom Verkäufer kostenlos ausgetauscht oder repariert werden. E-Versicherungen zahlen nur zusätzlich, wenn etwa der Mini-PC aufgrund ungeschickter Nutzung den Geist aufgibt oder gestohlen wird. Allerdings auch nicht immer: Wer aus Sicht des Versicherers das Diebesgut nicht ordentlich verwahrt hat, sieht kein Geld. Aber selbst bei größter Sorgfalt: Um einen Selbstbehalt (in oft stolzer Höhe) kommt man in keinem Schadensfall herum. Rechnet man noch die Versicherungsprämie dazu, kann man keinesfalls von einem Schnäppchen reden.

Noch eines: Alle Versicherungen halsen den Konsumenten im Schadensfall eine ganz genaue Vorgangsweise auf. So müssen Sie den Schaden sofort melden, und keinesfalls sollten Sie versuchen, einen Defekt selbst zu reparieren. In beiden Fällen verlieren Sie sonst den Versicherungsschutz.

Tipp: Die Arbeiterkammer hat sich in einer Studie ganz ausführlich mit Elektroversicherungen befasst - mehr dazu auf www.arbeiterkammer.at.


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