Unwetterschäden - was zahlt die Versicherung

Heuer gab es schon Sturmschäden, Hagelschäden, Überschwemmungen und vieles mehr. Und die Winterstürme haben noch nicht einmal begonnen. Für all jene, die auf Schäden sitzen geblieben sind und sich gerade fragen, ob eine andere Versicherung nicht vielleicht mehr zahlen würde, ein kurzer Leitfaden zum Thema:

Eigenheim- und Haushaltsversicherungen haben alle die Sparte „Sturmschäden" inkludiert. Wichtig dabei. Als Sturm gilt erst, was mit mehr als 60 km/h heranbraust. Mit dem Sturm stets mitversichert sind seine „Brüder" Hagel, Steinschlag, Felssturz, Erdrutsch und Schneedruck. Das Erfreuliche an dieser Art von Umweltkatastrophen ist, dass sie üblicherweise bis zur allgemeinen Versicherungssumme gedeckt sind. Ist also das Haus auf 300.000 Euro Versicherungssumme versichert, sind es auch die Sturmschäden.

Was manche bei Hagelschäden allerdings ärgert: durch Hagel verursachte Dellen gelten als bloße Schönheitsfehler, für die nichts geleistet wird, da die Funktionsfähigkeit ja erhalten bleibt. Abhilfe könnte da nur der extra Einschluss solcher Schäden bieten, der aber oft so viel kostet, dass er sich nur beschränkt auszahlt.

Schwieriger wird es bei Überschwemmungen. Steht das Haus in einem Hochrisikogebiet, wird sich häufig nicht einmal gegen höhere Prämien ein Versicherer bereit finden, Überschwemmungen in den Versicherungsschutz einzuschließen. Doch selbst wenn die Versicherung ja sagt, haben Geschädigte nicht viel Grund zu lachen, denn für Hochwasser sind sogenannte Sublimits üblich, die weit unterhalb der allgemeinen Versicherungssumme angesiedelt sind - beispielsweise 5.000 Euro. Im besten Fall, das heißt, wenn man sich außerhalb der drei definierten „HORA-Zonen" befindet (mehr dazu unter www.hochwasserrisiko.at für Österreich, www.cedim.de/1018.php für Deutschland), kann man gegen Zusatzprämie den Versicherungsschutz auf bis zu etwa 50 Prozent der Versicherungssumme erhöhen, was allerdings nicht bei allen Versicherern möglich ist.

Meist beim Hochwasserbaustein dabei sind dann noch andere Gefahren wie Erdbeben, Muren und Lawinen. Was bedeutet, dass auch sie meist nur rudimentär versichert sind.

Tipp: Um nachzusehen, wo die Risikogebiete für Hochwasser, Hagel oder Erdbeben liegen, und ob Ihr Haus in einer solchen Zone liegt, gehen Sie im Internet auf www.hochwasserrisiko.at für Österreich oder www.cedim.de/1018.php für Deutschland.


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