Versichern gegen die Arbeitslosigkeit

Auch Versicherungen haben die steigende Anzahl jener, die Angst davor haben, arbeitslos zu werden, als Zielgruppe entdeckt. Zwar gibt es nach wie vor keine echte private Arbeitslosenversicherung, die großzügig zuzahlt, wenn man ein Fall fürs Arbeitsmarktservice wird. Aber in einer Menge von Produkten wie Lebens- oder auch Restschuldversicherungen für Kredite kommt das Element „Arbeitslose" vor. Bei Ersterer kann man sich meist zwölf Monate die Prämienzahlungen sparen, manchmal übernimmt der Versicherer sogar die Prämienzahlung in der Zeit selbst.

Die Allianz bietet seit März das „Allianz Arbeitslosengeld" an, das grob gesagt im Fall des Falles je nach Prämienhöhe 50 bis 500 Euro monatlich auszahlt, damit man seine Allianz-Versicherungsprämien weiter begleichen kann und nicht kündigen muss.

Für Kredite bietet beispielsweise die s-Versicherung (und daher in allen Erste-Bank- und Sparkassen-Filialen zu haben) seit Kurzem einen „Raten-Schutz" an, der im Fall der Arbeitslosigkeit bis zu zwölf Monate lang die Kreditraten weiterzahlt. Das besonders Gute an diesem Produkt: Eine klassische Restschuldversicherung ist altersabhängig und verlangt von älteren Kreditnehmern mehr an Prämie wie der altersunabhängig konstruierte „Raten-Schutz" der s-Versicherung. Ein 55-Jähriger muss so für die herkömmliche Restschuldversicherung gut fünf Prozent der Finanzierungskosten abführen, während ihn der neue Ratenschutz zwischen vier und fünf Prozent kostet, aber mit dem Zusatzservice bei Arbeitslosigkeit und außerdem einer vollständigen Übernahme des ausständigen Betrags nicht nur bei Ableben, sondern auch bei Unfallinvalidität oder vollständiger Erwerbsunfähigkeit.

Der Wermutstropfen: So ein Versicherungsschutz muss immer schon abgeschlossen worden sein, bevor man arbeitslos wurde. In der Regel gilt sie, wenn man gekündigt wird, nicht aber, wenn man selbst kündigt. Und ein Zauberwort, nach dem man stets fragen sollte, falls der Job schon ein wenig wackelt, ist das Wort „Wartezeit".


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