Kfz-Versicherungsvergleich: Talsohle bei Kfz-Prämien ist erreicht

Rund 14 Prozent weniger Autoneuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr, dazu sind die Listenpreise für neue Kfz durchschnittlich um fünf Prozent gefallen. Natürlich spürt auch die Versicherungsbranche diesen Einbruch. Trotzdem gibt es in letzter Zeit mehr Kaskoabschlüsse als zuvor, offenbar wollen die Kunden in wirtschaftlich schlechteren Zeiten ihr Risiko minimieren.

Dass das Gerangel um weniger Kunden zu einem weiteren Preisverfall bei den Prämien führen wird, damit rechnen die Versicherer unisono allerdings nicht. „Das Jahr 2008 war für die Kfz-Versicherer auch stark durch Sturm und Hagel belastet und die Reparaturkosten sind gestiegen", so Andreas Klößl, Vorstand UNIQA Sachversicherungen, „die Prämien werden 2009 stabil bleiben beziehungsweise leicht steigen." So sieht es auch Sergius Kahr, Leiter der Abteilung Privatversicherung bei der Generali: „Einen Spielraum für Verbilligungen gibt es nicht mehr. Wer sparen will, muss künftig selbst mehr Risiko übernehmen, etwa durch höhere Selbstbehalte in der Kaskoversicherung oder Vereinbarung eines Schadenersatzbeitrags in der Kfz-Haftpflichtversicherung."

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Der aktuelle Vergleich, zur Verfügung gestellt vom Versicherungsbüro Schättle, zeigt allerdings, dass es derzeit im Vergleich zum Vorjahr bei einigen Versicherern doch (noch) billiger geworden ist. In allen Kategorien stark vergünstigt hat sich die Grazer Wechselseitige, bei einigen Versicherern wurde da und dort ein wenig am Preis gefeilt, bei ungefähr der Hälfte der Anbieter ging es hingegen bereits wieder hinauf - siehe in den Tabellen die Spalte „Tendenz zum Vorjahr".

Grund genug, noch schnell zu einem günstigen Anbieter umzusteigen! Der Vergleich zeigt allerdings auch, dass es einen eindeutigen Sieger in allen Kategorien nicht gibt. Mal ist die HDI voran, mal Zürich, die Allianz bzw. die VAV. Der Grund: Es kommt nicht nur auf die Größe des Pkws, das Alter des Fahrers und die Zulassungsregion an, sondern die Versicherungen bewerten diese Basisdaten alle unterschiedlich. „Die Allianz differenziert wahrscheinlich am extremsten aufgrund statistischer Daten. Aber auch alle anderen teilen beispielsweise Automarken in zwei bis drei Prämiengruppen ein, oft in unterschiedliche, Zulassungsgebiete werden verschieden bewertet, und so weiter", erklärt Manfred Kindl vom Versicherungsbüro Schättle.

Am teuersten fahren üblicherweise die unter 25-Jährigen. Bei der VAV ist es aber beispielsweise wieder anders, sie unterscheidet nur beim Pkw (Marke, Modell, Motorleistung, Baujahr). Mittlerweile gibt es übrigens überwiegend Unisex-Prämien, eine Ausnahme ist hier wieder die Allianz (was einen leichten Frauenvorteil ergibt).

Die Lehre daraus: Wirklich wissen, welche Versicherung für Sie die günstigste ist, können Sie nur, wenn Sie sich von einem Versicherungsmakler einen auf Ihre Daten zugeschnittenen Prämienvergleich anfertigen lassen!



KFZ-Versicherungsvergleich: Aktuelle Spezialangebote

Davor ist es empfehlenswert, seine Fahrgewohnheiten zu analysieren, denn die Versicherer bieten eine Reihe individueller Vergünstigungen an, die in einem Prämienvergleich - wie dem hier vom Versicherungsbüro Schättle dargestellten - einen ganz anderen Versicherer zum Sieger machen kann:

- Wenigfahrer können sparen. Bei der Generali fallen etwa gleich 20 Prozent der Prämie bei der Haftpflichtversicherung, wenn weniger als 7.500 Kilometer pro Jahr gefahren werden. Bei der UNIQA lassen sich im Rahmen ihres „SafeLine"-Produkts um bis zu 25 Prozent Haftpflicht- und Kaskoprämie sparen, wenn man unter 10.000 Kilometer im Jahr bleibt. Auch andere Versicherer haben Ähnliches im Programm. Tipp: Nennen Sie dem Makler Ihre durchschnittliche Jahresfahrleistung!

- Sichere Fahrer, die jahrelang unfallfrei bleiben, werden von diversen Versicherern mit sogenannten „Minus-Bonusstufen" belohnt und erhalten damit noch bessere Konditionen als die Bonusstufe 0. So erspart man sich üblicherweise auch, im Fall eines Schadens gleich ins Malus zu rutschen.

- Wer hingegen als Autofahrer nicht 100-prozentig an sich glaubt, sollte sich bei seinem Makler nach dem Stichwort „Freischaden" erkundigen. Mal mit, mal ohne Aufpreis kann man sich so versichern, dass beim ersten Schaden nicht gleich die Prämie raufgeht. Bei der HDI heißt das z. B. „Kaskoprämiengarantie", bei der UNIQA „Freischaden-Gutschein".

- Zusätzlich neu angeboten wird - etwa bei der Generali oder UNIQA - ein spezieller Lenkerschutz, denn die Folgekosten für einen - schuldhaften - Unfalllenker waren bis jetzt auch durch die Kaskoversicherung nicht gedeckt. Besonders interessant ist das für alle, die keine Unfall- und/oder private Krankenversicherung haben.

- Umweltbonus. Wer umweltschonend mit Hybrid- oder Erdgasmotor unterwegs ist, kann sich beispielsweise bei der Wiener Städtischen einen Bonus von zehn Prozent bei Haftpflicht und Kasko genehmigen.

- Auslandspannenschutz. Gibt es jetzt zum Beispiel bei der Wiener Städtischen automatisch im Rahmen des Haftpflichttarifs LARGE oder auch beim UNIQA-„SafeLine"Tarif Konkret garantiert die Wiener Städtische dabei europaweite Pannenhilfe sowie Assistance-Leistungen wie Mietwagen nach Panne, Unfall oder Diebstahl.

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