Eine Frage der Haftung

Mit 7 statt 6 Mio. Euro müssen seit 1. Jänner Haftpflichtversicherungen für Schäden haften. Grund, seinen Kfz-Vertrag neu zu checken.

Kritiker sehen in der Anhebung des Grenzwertes nur eine "marginale" Korrektur, die lediglich die Kassen der Versicherungskonzerne füllen soll. Denn Experten raten längst zu Deckungen von mindestens 10 bis 15 Millionen Euro. Schäden jenseits der 6 Mio. Euro sind extrem selten. Wenn sie aber eintreten, können sie auch deutlich mehr als die nun festgelegten 7 Millionen Euro ausmachen.

Durchschnittlich kommen auf Kfz-Lenker Verteuerungen von bis zu 3 Prozent zu. Für die Versicherungsnehmer bietet sich dadurch aber auch die Chance, zu günstigeren Anbietern zu wechseln. Denn die vom Ministerrat abgesegnete Anhebung der Mindest-Haftungssumme gilt nämlich auch für bestehende Verträge: Betroffene Kfz-Lenker haben ein Sonderkündigungsrecht und sollten gerade jetzt prüfen, ob sich ein Anbieterwechsel rechnen würde.

Dazu muss man innerhalb von 30 Tagen nach der Information durch die Versicherung den Vertrag aufgrund der Tarifanpassung kündigen. Danach hat man noch einmal 30 Tage Zeit, eine neue Versicherung abzuschließen.

Die Versicherung warnt vor Tuning

Mit Chip-Tuning kann die Motorleistung gesteigert werden. Lässt man die höhere Leistung nicht im Typen- und Zulassungsschein eintragen, steigt die Versicherung aus. Das kann teuer werden.

Ein untypisiertes Fahrzeug verliert seine Zulassung. Passiert z. B. mit einem illegal chipgetunten Auto wegen überhöhter Geschwindigkeit ein Unfall, muss der Unfallverursacher selbst für den Schaden aufkommen.

Die Versicherung zahlt selbst dann nicht, wenn die höhere Motorleistung bloß eine Mitursache für den Unfall war. Daher sollte Chiptuning nur von seriösen Werkstätten durchgeführt werden. Diese verfügen auch über die notwendigen Gutachten, die bei der Typisierung vom Autobesitzer vorgelegt werden müssen.


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