Bei Zusatzkrankenversicherung werden „Gesunde" bevorzugt

Viele habe eine private Zusatzkrankenversicherung. Wie ein Test zeigt, werden aber viele Personen mit Vorerkrankung als Kunden gar nicht akzeptiert - oft ohne Angabe von Gründen. Dies sei, auch im Hinblick auf die hohen Prämien, nicht akzeptabel, so die Konsumentenschützer.

So beträgt die monatliche Prämie für einen Krankenhauskostentarif ohne Selbstbehalt laut Studie für einen 43-jährigen Mann bis zu 140 €, bei der Frau sogar bis zu 166 €.

Trotz dieser hohen Prämien hat es den Anschein, als würden sich die Versicherer nur „gesunde Kunden" aussuchen. „Vorerkrankungen werden gerne zum Anlass für Ausschlüsse oder hohe Zuschläge genommen", so die Konsumentenschützer. 60% der Testanträge von vorerkrankten Personen wurden, oft ohne Grund, abgelehnt.

Gefordert werden daher mehr Infos für den Kunden. Einerseits sollte man bei Ablehnung den Grund erfahren, andererseits muss es ein Produktinfoblatt vor dem Vertragsabschluss geben.

Unisex-Tarife: Für Frauen wird es billiger werden

Ab Ende 2012 sind Unisex-Tarife auch in der privaten Krankenversicherung verpflichtend. Das wird dazu führen, dass die Prämien für Frauen etwas billiger, für Männer aber teurer werden.


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